SMK -11- Canes vs Lions

The Kick-Off:

Ok, der Start war nicht so optimal. 0-21 nach 7 Minuten im ersten Viertel. Es war doch etwas schmerzhaft anzusehen, wie der Braunschweiger RB Chris McClendon mit jedem Lauf über 10 Yards machte und QB Brandon Connette erst einen Touchdown erlief und dann nach einem sehr schönen Fake Nicolai Schumann in der Endzone fand. Dazu noch das schmerzhafte Treffen von Canes QB Jake Purichia mit so ziemlich jeden Braunschweiger Nicht-DB. Das war nicht schön. Aber manchmal braucht man nur einen kleinen Funken, ein Play, ein Fehler um etwas Leben zurück zubekommen. In unserem Fall bedanken wir uns bei Georg Burmeister aus der D-Line der Lions, der bei einem 3&5 ein Offside beging und damit den Canes das erste First Down des Spiels schenkte. Danke, Schorsch!

Harter Tag für die Defense Foto: Dieter Bethke | www.bethke.name

Der Drive endete mit sehr schönen Touchdown-Pass auf den gut aufgelegten WR Kwame Ofori. Kilia-Stadion am jubeln, Stimmung wie bei einem Sieg gegen Dresden. Naja, beinahe. Aber man merkte sofort, die Mannschaft wird hier nicht kampflos nach Hause gehen. Beim folgenden Kick-Off wieder ein gutes Beispiel: Der Kick ist zwar etwas kurz, aber Benedikt Englmann sorgt mit einem wunderhübschen Tackle für das Ende des Returns. Leider endete der nächste Drive der Lions auch wieder mit einem Touchdown. Aber das Leben war zurück im Spiel.

Zwei Touchdowns, WR Kwame Ofori Foto: Dieter Bethke | www.bethke.name

Man hätte noch etwas mehr Leben gehabt, wenn im nächsten Drive ein Targeting-Foul gegeben worden wäre. Ich habe es noch nicht in der Wiederholung gesehen, aber von meinem Platz sah es wie ein deutliches Targeting aus, der Lions Spieler hatte den Kopf gesenkt um damit Jake Purichia (das der nach dem Hit wieder aufstehen konnte ist schon erstaunlich genug) zu treffen. Für mich eine sehr seltsame Rücknahme der Flagge, wo doch sonst der Schutz des QB immer (teilweise auch übertrieben) im Vordergrund steht. So trennte man sich vom Ball und konnte die Lions immerhin in ein 3&32 bringen. Das bei dem Down und der Distanz ein Draw gespielt werden würde, war jetzt nicht wirklich überraschend. Das man dies nicht verteidigte, oder verteidigen konnte, ist der einzige Vorwurf, den ich der Mannschaft heute machen muss. Kurze Zeit später ging es mit 7-35 in die Pause.

Sieht nicht so aus, aber ein extrem tougher Typ: QB Jake Purichia Foto: Dieter Bethke | www.bethke.name

Die zweite Halbzeit ging 14-14 aus. Das ist doch mal was zum Aufbauen! Ok, Braunschweig spielte irgendwann die 2s und 3s, aber Scheiß drauf! Ein Touchdown gegen Braunschweig ist ein Touchdown gegen Braunschweig. Markell Castle und Kwame Ofori (#2) fanden die Endzone, jeweils nach sehr schönen Pässen von Jake Purichia, der nach der anfänglichen Dresche und deutlich humpelnd ein wirklich gutes Spiel ablieferte. Der letzte Touchdown der Lions war leider einer zuviel, aber so ein langer Touchdown-Run wie der 75 Yarder von Meril Zero passieren halt manchmal. Und dann meistens zur schlechtesten Zeit. So verliert man mit 21-49 gegen das beste Team des Nordens. Nur um in der kommenden Woche das zweitbeste Team des Nordens zu Gast zu haben. Das wird hart für das junge Team der Canes. Aber es bringt auch viel Erfahrung, die man in den eher zu gewinnenden Spielen gegen Potsdam und Berlin gut brauchen kann. Daher: Embrace the Challenge. Einfach mal dagegen halten. Und irgendwann kriegt man dann auch die Calls, selbst die Eindeutigen.

Sieht auch nach Targeting aus… Foto: Dieter Bethke | www.bethke.name

Booming Punts:

Fällt heute aus, weil ich in 6 Stunden nach Mannheim fahren muss und vorher noch etwas Schlaf brauche. Und meine Frau meinte, ich soll mal fertig werden. Und weil Gary was zu fressen braucht. Ihr versteht das sicher…

Quick Kicks:

  • Eröffnung ohne Ute, ganz ungewohnt.
  • Zwei neue Wide Receiver sind zum Ende der Wechselphase am 31.7. zum Team gestoßen: #17 Bryan Billy und #82 Sammy Aliev. Willkommen!
  • Braunschweigs Sydney Boakye hatte seine Pads vergessen und lieh sich welche bei den Kielern. Sehr nette Gastgeber, die Kieler.
  • Einzige RBs waren heute Aaron Brunning und Fritjof Richter. Richters Rolle wird nach dem beruflich bedingtem Abgang von Julian Ampaw sicherlich größer werden.
  • Toller Block von Lukas Rehder bei einem Screen auf Castle im zweiten Viertel, gleich mal 2 Lions ausgeschaltet.
  • Und auch ein toller Block von Oliver Beeck, 10 Yards Downfield bei einem Lauf von Richter. Glatt mal mit Anlauf den Gegenspieler umgekachelt. Fritjof nutzte die Lücke…Und fumbelte.
  • Tim Egdmann wieder mit einer Fünfziger Nummer (56).
  • Kick-Off war 30 Minuten später als geplant, da die Anreise aus Braunschweig etwas länger dauerte. Wir wären trocken geblieben, wenn die früher losgefahren wären. Just sayin’….
  • Stadionsprecher Fritjof wurde anfangs alles abverlangt. Aber man hat ihn gehört, Respekt!
  • Auch im Stream gab es „Urlaubsvertretung“. Oliver ersetzte Didi, der in Wacköööön weilt.
  • Der Rasen war etwas lang. Sicher nur zufällig und kein Trick, um das Laufspiel zu erschweren.
  • Hot-Dog-Count: 2 (Wirklich!)
  • Danke an Dieter Bethke für die schnellen Bilder. Mehr von ihm gibt es hier.
  • Neue Roster-Zettel. Danke Betty, endlich alles auf einem Blatt.
  • Den Spielbericht der Canes findet ihr hier, den der KN hier.
  • Benedikt Englmann beim Kicking-Warmup: Nur zwei daneben. Sah gut aus!
  • Denkt doch am Sonntag mal an Gary, der Arme ist ganz alleine und wird nur einmal am Abend mit Futter versorgt. Er hat es echt schwer!!

In their own words:

„Der zweite war einfach nur Mist. Ich bin durchgelaufen und habe zuviel Grün gesehen, hab mich nicht klein gemacht und dachte ich könnte ihn noch austanzen, aber er war schneller. Und dann hat den Helm direkt auf den Ball gesetzt. Das war Mist.“

Fritjof Richter über den zweiten Fumble

„Da mache ich mir gar keine Sorgen, die Stimmung war immer gut. Man hat gesehen, wir machen dann noch zwei Touchdowns und geben nicht auf…Aus den Erfahrungen müssen wir wirklich lernen.“

Bendikt Englmann auf die Frage, wie die Stimmung nach dem 0-21 an der Seitenlinie war

„Da wo ich die Hüfte hindrehe, da geht der Ball hin.“

Kicker Bendikt Englmann über seine neuste Erkenntnis.

„Sag nicht sowas!“

Blogger Ole Sindt


Special Teams Only:

Die Kicker Battle bei den Browns läuft noch nicht wirklich gut. Für beide.**

Und Phil Dawson hat auch bei den Browns unterschrieben. Für einen Tag. Genieß den Ruhestand, Phil.

Punted to a Podcast:

Leider gibt es den Podcast “Mystery Show“ nicht mehr. Nach nur sechs Folgen war Schluß, nicht untypisch für Podcasts. Starlee Kine hat in der Show Rätsel gelöst. Ein Junge findet eine Gürtelschnalle und sie findet 20 Jahre später heraus, wem sie gehörte und ähnliches. Ich empfehle Folge #2 Britney. Ja, es geht um Britney Spears. Ein Paparazzi hat sie mal mit einem Buch fotografiert. Die Autorin des Buches will wissen: Woher kannte Britney mein Buch? Das hat sonst nämlich keiner gekauft…

Perfect Hold:

Endlich (Hust) haben wir die NFL Preseason. Und gleich was historisches: Die erste Challenge wegen Pass Interference.

Kalyn Kahler hatte vor der Draft ein Prospect aus einem kleinem College begleitet. Sogar ich hatte aber bei der Draft erraten, welcher der Spieler, der nur „Prospect X“ genannt wurde, wirklich war. Drew Forbes, ein Offensive Lineman von der Southeast Missouri State University (Go Redhawks!). Er wurde von den Browns (Yeah!) in der sechsten Runde gewählt. Kahler berichtet über seine erste Woche im Camp.

Maximillian Lang hat als Deutscher schon einige D1-Angebote als Tight End. Penn State sieht ihn aber eher als Offensive Tackle. Mal gucken, ob er auch von denen ein Angebot bekommt.**

Kicked somewhere else:

Echt mies, wenn der Beauty-Filter bei einem Livestream ausfällt.

„In New York, the unwritten rule is plain: Cross the street whenever and wherever — just don’t get hit.” So ähnlich geh ich auch vor. Ich habe kein Problem bei Rot über eine Fußgängerampel zu gehen, solange alles komplett frei ist. Wie sieht es aber aus, wenn jeder weiß, dass er NIEMALS Gefahr läuft von einem Auto erwischt zu werden? Klingt im Moment utopisch, aber bei selbstfahrenden Autos wäre dies so. Die würden hart bremsen und Fußgänger könnten ständig gefahrlos über die Straße gehen, ob Rot der nicht. Führt natürlich zu Staus. Vielen Staus. Wie man sowas umgehen könnte, darüber müssen sich Stadtplaner in Zukunft Gedanken machen.**

Böser (australischer) Gary!

The Science of Kicking (and Punting and everything else):

Mal wieder Klimawandel. Diesmal aber ein historischer. Um 1300 veränderte sich das Wetter und es wurde deutlich feuchter. Sehr feucht, es regnete quasi ständig. Mit katastrophalen Folgen: Die Ernte verrottete auf den Feldern, die Hungersnot war so groß, dass Hunde und Katzen und auch Menschen (Hänsel und Gretel entstand wohl in dieser Zeit) gegessen wurden. Das der Klimawandel nicht menschengemacht war, ist da wenig beruhigend.

Wacken und Football in einem Planeten? Alles möglich. „Hubble uncovers a ‚heavy metal‘ exoplanet shaped like a football”

This Kick is presented by…

Wer mir mal was Gutes tun möchte (Shameless-Plug auf meine Amazon-Wunschliste hier): Meine Vorräte des besten Heißgetränkes sind fast alle.*

Long-Snap Good-Bye:

Cheer up my friends all say

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